2005/2006 Irina wurde erfolgreich operiert
Irina Musipova, am 12. Januar 1998 in Kostanaj / Kasachstan mit einem angeborenen Herzfehler geboren, wurde in der Zeit vom 27.12 bis zum 30.12.2005 und vom 17.01 bis zum 27.01.2006 auf der Kinderherzstation des Klinkums Oldenburg unter dem Team von Herrn Dr. Motz und Herrn Dr. Harding erfolgreich operiert und behandelt.
Eine wirklich notwendige Hilfsmaßnahme, die in Kasachstan nicht hätte durchgeführt werden können. Irinas letzte Chance - eine operaitve Herzkorrektur in Deutschland!
„Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals, aber wie die Seefahrer in den weiten der Meere, können wir unseren Kurz nach ihnen richten“
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn sie einmal im Wörterbuch nach dem Wort „Ideale“ suchen, so werden sie unter anderem die Erläuterung „als ein höchster Wert erkanntes Ziel“ finden. Einen solchen oder ähnlich gewichtigen Gedanken mussten seit Juli 2005 sehr sehr viele Mitmenschen in sich getragen haben. Anders wäre diese überwältigend große Hilfsbereitschaft für unsere kleine Herzpatientin IRINA nicht zu erklären.
Das Ziel war klar, wir wollten alle gemeinsam der kleinen Irina eben mehr als nur eine Hoffnung sein, wir wollten der kleinen ein Geschenk machen, dass kostbarer und höherwertiger nicht sein kann – wir wollten ihr Leben schenken. Und das haben wir auch geschafft! Wir alle gemeinsam und darauf dürfen wir schon ein wenig stolz sein, schließlich wäre die Alternative eine sehr schreckliche gewesen. Richtig ist, dass wir die Sterne wohl nie erreichen werden, umgemünzt soll das wohl heißen, dass wir wohl nie allen bedürftigen Kindern dieser Welt eine Hilfe sein können, wohl aber einigen und dafür kämpfen wir ehrenamtlich von Kind zu Kind.
Einem der vielen kleinen Herzpatienten haben wir gemeinsam mit Ihrer Hilfe retten können, dafür möchten wir uns bei Ihnen von Herzen bedanken und hoffen, dass wir Sie vielleicht einmal für einen weiteren kleinen Herzpatienten gewinnen können, um gemeinsam ein weiteres kleines Wunder zu schaffen.
Nun noch ein paar Eindrücke von der kleinen Irina:
Irina ist am 12.01.1998 in Kostanaj/Kasachstan mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt gekommen. Im Kinderkrankenhaus Kostanaj, welches übrigens nur einen Computer besitzt, ist es nicht möglich gewesen, Irinas Herzerkrankung ausreichend zu behandeln oder gar operativ zu korrigieren. Nun hat sich Irinas krankes Herz in den ersten Lebensjahren nur sehr selten bemerkbar gemacht, stets brachte ihre Mutter Irina bei kleineren Beschwerden ins Kinderkrankenhaus Kostanaj, wo man die oft nur leichten Symptome recht gut lindern konnte. Stets war der kleinen Familie aber bewusst, dass die Möglichkeiten der Behandlungen im Kinderkrankenhaus Kostanaj eines Tages nicht mehr ausreichen würden und so musste früher oder später der Tag eintreffen, an dem Irinas kleines Herz weitaus mehr Hilfe braucht, als die realisierbare im Kinderkrankenhaus Kostanaj oder einem anderen kasachischen Krankenhaus.
Ein in Deutschland praktizierender Kinderkardiologe oder Kinderherzchirurg würde die Herzerkrankung der kleinen Irina als eher mittelschwer bewerten, da sie mit einem relativ einfachen operativen Eingriff zu korrigieren war, und dem kleinen Patienten somit eine „normale“ Lebenserwartung versprochen werden kann. Für einen kasachischen Kinderkardiologen fällt die Beurteilung sicher ähnlich aus, allerdings mit einem für einheimische Menschen oft unüberwindbaren Hindernis: Kasachstan verfügt derzeit über nur sehr begrenzte medizintechnische Möglichkeiten, was sehr oft bedeutet, dass viele der mit einem angeborenen Herzfehler geborenen Kinder oft keine Chance haben, das Erwachsenenalter zu erreichen. So ist es leider in sehr vielen Schwellenländern. Irina ist so ein Kind. Das heißt, ohne unsere gemeinsame Hilfe für Irina, wäre ihre Lebenserwartung vielleicht nur noch ein oder zwei Jahre gewesen. Die Fehlbildung des Herzens hätte Irina in einigen Monaten heftige Schmerzen bereitet, die neben der dann eintretenden Unterversorgung durch die sinkende Herzleistung einige weitere lebensbedrohliche Symptome auslöst. Mal ganz abgesehen von den psychischen Belastungen, die sicherlich nicht in Worte zu fassen gewesen wären. Was sollen wir viele Worte darum machen – wir haben diesem Schreckenszenario gemeinsam vorzeitig etwas tat kräftiges entgegen gesetzt!
Heute, einige Wochen nach dem operativen Eingriff, geht es der kleinen Irina wieder prächtig. Wenn die große Narbe auf Ihrer Brust nicht wäre, würde man nur schwer glauben können, dass Irina noch vor wenigen Wochen um ihr Leben kämpfte. Sie lacht, spielt und entwickelt sich insgesamt prächtig. Die Operation ist sehr erfolgreich verlaufen. Somit ist davon auszugehen, dass die weitere Genesung ohne Komplikationen verläuft und Irina nun einem „normalen“ Leben die Arme öffnen kann. Wenige Tage nach dem operativen Eingriff sagte Irina einmal, sie würde sich so sehr auf ihre Freundinnen und Freunde in Kostanaj freuen, mit denen sie immer schon so gern einmal ohne Angst ausgelassen spielen wollte, dies bisher nur nie konnte.
Am 03. März ist Irina gemeinsam mit Ihrer Mutter wieder in die Heimat geflogen. Die notwendige Nachsorge wird das Kinderkrankenhaus in Kostanaj übernehmen. Selbstverständlich werden wir den Kontakt zu Irina nicht abrechen, schließlich möchten wir sicher sein, dass es der kleinen Irina auch dauerhaft gut geht.
Unser Griff nach den Sternen bleibt also nach wie vor ein Traum, doch hat unser gemeinsamer Kurs einem kleinen Chicksal nachhaltig eine neue Lebensperspektive geschenkt, worauf wir alle gemeinsam ein wenig stolz sein dürfen.
An dieser Stelle möchten wir uns natürlich nochmals ganz herzlich bei allen Spendern und Sponsoren und ebenfalls ganz besonders bei der Ortschaft Emmlichheim bedanken, ohnen diese tatkräftigen Hilfen und Unterstützungen wäre diese Hilfe für Irina nicht möglich gewesen!
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